Der akademische Maler und vielseitig interessierte Laienforscher Ignaz Spöttl hat der Welt ein ebenso vielseitiges Erbe hinterlassen. Eine seiner Leidenschaften, die niederösterreichische Archäologie, hat er über Jahre in zahlreichen Aquarellen, Zeichnungen und Skizzen dokumentiert – dieses Oeuvre, zum Großteil heute im Bestand des Krahuletz-Museums, eröffnet einen spannenden Blick auf archäologische Fundstellen in Niederösterreich. Bis heute bekannte Bodendenkmale – Tumuli, Hausberge, Erdställe – werden in ihrem damaligen Erhaltungszustand überliefert, vor der zerstörenden Tiefenackerung und ohne die heutige Verbuschung.

Aber nicht allein die Archäologie war ein Steckenpferd des Malers: In seinen letzten Lebenjahren beschäftigte er sich mit der zeichnerischen Erfassung von Kleindenkmälern und schmiedeeisernen Arbeiten aus allen niederösterreichischen Vierteln, auch hier im Auftrag der Bewahrung des von der Zerstörung bedrohten.

Die Sonderausstellung läuft bis zum 30. November 2022.

Der in Kooperation mit NÖ Landesbibliothek und Landesarchiv entstandene Begleitband behandelt neben der Biographie des Malers auch die von Spöttl abgebildeten Motive – Hausberge, Grabhügel, Kleindenkmäler und schmiedeeiserne Arbeiten (€ 10,-).