Den farbenprächtigen Mineralien verdankt das Waldviertel die Bezeichnung “Kristallviertel”

Das Waldviertel ist der Rest eines ehemaligen Hochgebirges. Durch die Erosion vieler Jahrmillionen liegt heute das Innere dieses Gebirges im Waldviertel an der Oberfläche.

Besonders häufig treten Adern mit Quarzen (Siliziumoxyd) in verschiedenen Farbvariationen auf, wie klarer Bergkristall, trüber Milchquarz, bräunlicher Rauchquarz oder violetter Amethyst.

Kulturgeschichtlich sind die Waldviertler Quarze von großer Bedeutung, da sie seit Jahrhunderten den wichtigsten Rohstoff für die regionale Glasindstrie darstellen.

Amethyst

 

 

 

 

 

In den Kristallklüften von Maissau finden wir verschieden gefärbte Quarze. Die violette bis blaue Farbe des Quarzes wird durch Störungen (Verunreinigungen) im Bergkristallgitter erzeugt.

Diese Farbvariante wird als Amethyst bezeichnet. Beim Maissauer Vorkommen mit seiner typischen Farbbänderung (weißer Quarz, brauner Rauchquarz und violetter Amethyst) sind die Kristalle miteinander verwachsen, nur die Spitzen der Kristalle sind als Kristallkappen ausgebildet.

Bergkristall

 

 

 

 

 

Reiner Quarz, der Bergkristall, tritt im Waldviertel in zahlreichen Spalten und Klüften auf. In Gutenbrunn wird er zur Kristallglaserzeugung gewonnen.

Granat

 

 

 

 

 

In einem gneisartigen Gestein finden sich die bis zu nußgroßen, mit Glimmer durchsetzten Granatkristalle.

Rauchquarz

Die Rauchquarze von Brunn stammen aus Pegmatitgängen im Eisgarner Granit.