Mit der Sonderschau “Not/Geld = Notgeld in den Anfangsjahren der 1. Republik” findet unsere zeitgeschichtliche Ausstellungsreihe, mit der wir seit 2014 die Ereignisse des 1. Weltkrieges begleitend darstellen, ihren Abschluss.

Vor dem Hintergrund der geopolitischen Entscheidungen, die zur Entstehung des Staates Österreich in seiner bis heute erhaltenen Form geführt haben, setzt sich die Schau mit den vielfältigen Notgeldproduktionen der frühen 1920er Jahre auseinander. Mit diesem von Gemeinden und Privatunternehmen herausgegebenen Geldersatz versuchte man dem Geldmangel und der grassierenden Inflation der Nachkriegsjahre zu begegnen. Und doch wurde von Anfang an mit einem Auge auf den blühenden Sammlermarkt produziert – mit ungewöhnlichen Druckverfahren und Materialien ebenso wie mit nominal wertlosen “Scherzausgaben”. Die Ausstellung führt an die Vielfalt österreichischen Notgelds heran, auf dem sich das alltägliche Elend ebenso wie die großen politischen Entscheidungen der Zeit wiederspiegeln.