Öffnungszeiten

18. März bis 30. Dezember
Mo bis Fr 9 - 17 Uhr
Sa, So und Feiertag 10 - 17 Uhr

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ab Samstag, 7. April 2018

Candid Ponz von Engelshofen und Johann Krahuletz – Die Anfänge der Feldforschung im Waldviertel

Der Lebensweg des Museumsgründers Johann Krahuletz ist untrennbar mit dem seines Vorbildes und Förderers, Candid Ponz Reichsritter von Engelshofen, verbunden. Engelshofen (1803 - 1866) lebte in Schloss Stockern und war ein Sammler in adeliger Tradition, Kernpunkt seiner Interessen bildete seine prähistorische Sammlung. Johann Krahuletz gehörte ebenso wie seine Brüder und sein Vater Georg Krahuletz zum engeren Kreis von Freunden und Zuträgern, unter der Fittiche des Barons machte der spätere Museumsgründer Krahuletz seine ersten archäologischen Funde.

Die Schau wendet den Blick auf das Naheliegende ebenso wie in die Ferne: Sie folgt der "Heimatroute" des Sammlers um seinen Wohnort Stockern und sie stellt den umfangreichen Freundeskreis des Sammlers anhand von Schenkungen vor, die aus Italien, der Türkei, Ungarn, Dänemark oder Norddeutschland ihren Weg in die Sammlung Engelshofen fanden.

 

 

ab Donnerstag, 22. März 2018

Quarzkristallfunde von Äpfelgschwendt am Truppenübungsplatz Allentsteig

Im Bereich des hier anstehenden Dobra-Gneises, einem Orthogneis, der mit einem Alter von 1377 Millionen Jahren das älteste Gestein Österreichs darstellt, entstanden im Ausklingen der „Variszischen Gebirgsbildung“ zwischen ca. 300 bis 250 Millionen Jahren vor heute, durch Druckentlastung Spalten und Risse („Klüfte“). Darin zirkulierende Fluide waren reich an Kieselsäure und setzten bei Abkühlung an den Wänden der Klüfte Quarzsubstanz ab. Wo diese die Klüfte nicht vollständig ausgefüllt wurden, blieb Platz für schön ausgebildete Quarzkristalle, wie die in der Sonderschau gezeigten.

 

 

ab Samstag, 12. Mai 2018

Eggenburger Ansichten

Die Sonderausstellung nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch Zeit und den (Eggenburger) Raum - Künstler von Georg Matthäus Vischer bis Hans Götzinger zeigen die Stadt aus bekannten und unbekannten Blickwinkeln. Im Zentrum der Ausstellung steht das Monumentalpanorama von Adolf Müllner "Die Schweden vor Eggenburg", nach über hundert Jahren wieder der Öffentlichkeit in Form einer Rauminstallation zugänglich gemacht.

Der zentralen Installation entsprechend liegt ein Hauptaugenmerk der Schau auf Eggenburger Ansichten aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die in diesem Zeitraum entstandenen Werke von Malern wie Götzinger und Müllner, aber auch Johann Nepomuk Gellner oder Ernst Eck, gingen zum Großteil auf die Initiative engagierter Eggenburger Bürger zurück, die ihre Stadt in ansprechender Weise dokumentieren und dem Fremdenverkehr öffnen wollten. In denselben Zeitraum fällt auch das Stadtplanungsprojekt "Gartenstadt", das westlich der Stadt an der Kühnringer Strasse verwirklicht wurde und anhand einiger Orginalskizzen Götzingers vorgestellt werden kann.

 

 

 

ab Freitag, 8. Juni 2018

Der Große Krieg V. 1918 – Die Große Not und die 1. Republik

Teil 5 der Ausstellungsreihe „Der Große Krieg" über den Ersten Weltkrieg

Nach jahrelanger, kräftezehrender Kriegsführung stehen im Jahr 1918 die Armeen der Kriegsbeteiligten, insbesondere der Habsburgermonarchie, kurz vor dem Kollaps. Zusammenbruch, Wiederstand und Desertionen sind an der Tagesordnung, Elend und Verknappung allgegenwärtig. Die Versorgungsnot in der Bevölkerung nimmt ungeahnte Dimensionen an und bringt Hungerstreiks und einen blühenden Schwarzmarkt hervor. Im Herbst 1918 zerbricht der Vielvölkerstaat der Habsburger unter den Autonomiebestrebungen der einzelnen Nationalitäten. Am 3. November unterzeichnet Österreich-Ungarn den lang ersehnten Waffenstillstand, am 12. November wird in Wien die Republik Deutsch-Österreich ausgerufen. Nach den Friedensverhandlungen bleibt zwei Jahre später ein stark reduzierter Staat Österreich, der nur mühsam den Weg in eine eigenständige Existenz findet.

Die vielfältigen Exponate der Ausstellung werden durch die Worte des Museumsgründers begleitet: In den Jahren des Krieges hielt Johann Krahuletz seine Erlebnisse und Erinnerungen an diese "nicht nur fleisch- und fettlose, sondern auch kopflose" Zeit in einem Tagebuch fest - nun ergreift er in einer Hörstation erstmals selbst das Wort zum Großen Krieg und seinem Ende.