Öffnungszeiten

25. März bis 30. Dezember
Mo bis Fr 9 - 17 Uhr
Sa, So und Feiertag 10 - 17 Uhr

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Volkskundliche Sammlung und Kunstkabinett

 

 

Der Grundstock der Volkskundesammlung wurden von Johann Krahuletz gelegt. Eine bedeutende Vermehrung der Bestände erfolgte durch die 1934 erworbene Sammlung des Eggenburger Notars Eugen Frischauf.  

Beide hatten es sich zur Aufgabe gemacht, die Zeugnisse der  zu ihren Lebzeiten zu Ende gehenden althergebrachten bäuerlichen Gesellschaft und Lebensweise zu bewahren.    

Neben bäuerlichem und bürgerlichem Mobiliar ist eine große Vielzahl von Trachtbestandteilen und Alltagsobjekten ausgestellt. 

 

Das Kunstkabinett ist die Schatzkammer des Museums: hier findet sich eine Sammlung ausgewählter Gemälde, Plastiken und Kleinkunstobjekte aus fünf Jahrhunderten.

Röschitzer Bauerstube

Die Röschitzer Bauerstube wurde 1902 in dieser Form eingerichtet. Sie diente als Vorbild zahlreicher Heimatmuseen. Als lebensgroßes Diorama ist die typische Einrichtung einer Wohnstube wohlhabender Weinbauern zu sehen. Die Möbel sowie die Holzdecke stammen aus dem Weinort Röschitz.

Goldhaube

Zur Tracht trugen die Damen in Niederösterreich an hohen Fest- und Feiertagen ihre Goldhauben, ein prächtiger Kopfschmuck und einst ein wertvoller, gut gehüteter Schatz. Das in der Stickerei verwendete Goldmaterial machte die Hauben zu einem Luxusartikel und Statussymbol, dessen Bedeutung in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts verloren ging.

Einzig in der Wachau blieb diese Tradition, die in ganz Ostösterreich verbreitet war, erhalten. Die Sammlung des Krahuletz-Museums umfasst zahlreiche unterschiedliche Haubentypen, die ursprünglich im Waldviertel und der Gegend von Eggenburg gertragen wurden.

Kunstkabinett

Eines der Prunkstücke des Kunstkabinetts ist das "Viehseuchenbild".

Es wurde anläßlich der Überwindung einer Viehkrankheit von einem unbekannter Künstler geschaffen. Es handelt sich um ein Votivbild, und weist - wie bei solchen üblich- zwei Zonen auf: In der oberen, dem Geschehen im Himmel gewidmet, stehen die beiden "Viehheiligen" St. Wendelin mit Pilgertasche und Schäferschaufel (einer langstieligen Schaufel zur Viehfütterung) und St. Leonhard mit Viehkette. In der unteren Bildhälfte ist die damals (1746) etwa 1000 Einwohner zählende Stadt Eggenburg mit der spätmittelalterlichen Befestigung in einer Ansicht von Süden dargestellt. 

 

Keramik

Tonmodell einer Werkstatt, in der ein Töpfer bei der Arbeit zu sehen ist. Er sitzt an einer fußbetriebenen Drehscheibe und zieht gerade einen Topf auf. Auf dem Bogen an der Vorderkante des Modells ist ein Querschnitt der Gefäßformen des 18.- 19. Jahrhunderts zu sehen. Bei dem Stück handelt es sich wahrscheinlich um einen Werbegag eines Töpferbetriebs aus dem späten 18. oder frühen 19. Jhdt.